Sammlung: Präsentationsportfolio Dr. Katrin Girgensohn

Lehr-Portfolio: Grundsätzliches

Lehrportfolio von Dr. Katrin Girgensohn

Landeslehrpreis Brandenburg 2016

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Ich freue mich, dass ich gemeinsam mit meiner Kollegin Dorothea Horst für unser gemeinsames Seminar "Auf dem Weg zum perfekten Text?! Ein interdisziplinäres Forschungsseminar" vom Land Brandenburg einen Landeslehrpreis bekommen habe.

In unserem Seminar haben wir gemeinsam mit Studierenden untersucht, wie sich die Qualität studentischer Exzerpte durch Peer-Feedback verändert. Das Seminar arbeitete nach der Methodik des Forschenden Lernens. Die Forschungsergebnisse haben wir gemeinsam mit den Studierenden in einem Fachartikel veröffentlicht. Meine Erfahrungen mit dem Seminar und insbesondere der Kombination von Forschendem Lernen und Schreibdidaktik habe ich in einem Artikel für das Journal of Academic Writing publiziert: Students’ Writing Research as a Tool for Learning – Insights into a Seminar with Research-Based Learning

 

Evaluationen

Die offiziellen Evaluationen zu meinen Lehrveranstaltungen sind überdurchschnittlich positiv. Ich arbeite darüber hinaus mit Zwischenevaluationen und eigenen Auswertungsformaten in den Lehrveranstaltungen, da ich mir über die standardisierten Auswertungsbögen hinaus Rückmeldung von den Studierenden wünsche.

Konzeptionsbeispiele

Konzeptionsbeispiele für einige Lehrveranstaltungen finden Sie in der folgenden Ansicht.

Betreuung von Qualifizierungsarbeiten

Ich habe in den letzten Jahren zahlreiche Bachelor- und Masterarbeiten betreut und fördere derzeit neun Promovierende durch inhaltliches Feedback und ein regelmäßig stattfindendes Kolloquium. Die betreuten Arbeiten sind in der Schreibwissenschaft und in der Lehr- Lern-Forschung verortet.

Für die Betreuung von Abschlussarbeiten habe ich ein Handout zusammengestellt, das meine Erwartungen für die Betreuung dokumentiert (Download Handout zur Betreuung von Abschlussarbeiten).

Lehr-Philosophie

 “What I am arguing for is for seeing both research and teaching as different forms of inquiry (Graham Badley)

In diesem Sinne sehe ich meine Lehre als einen kontinuierlichen Prozess gemeinschaftlicher Wissenskonstruktion. Hochschullehre ermöglicht es mir, frische Blicke auf meine Forschung zu bekommen. Ich muss mich in der Lehre erklären und meine Gewissheiten in Frage stellen. Meine Aufgabe als Lehrende sehe ich darin, Raum für entdeckendes, autonomes Lernen der Studierenden zu schaffen, in dem sie sich einerseits Inhalte erarbeiten und andererseits das Forschen lernen.

Ich lasse die Studierenden vieles in Kleingruppen erarbeiten. Großen Wert lege ich auch auf den Austausch der Studierenden untereinander. Neben regelmäßigen Schreibaufgaben, die ich auch während der Lehrveranstaltungen durchführe, initiiere ich daher oft Peer-Feedback-Runden.

Für Leistungsnachweise arbeite ich neben den „klassischen“ Hausarbeiten auch mit reflexiven Essays und Portfolios, da ich es sehr wichtig finde, dass Studierende im Studium Reflexionskompetenzen erlangen.

Das reflexive Lernen nehme ich auch in Bezug auf mich als Lehrperson ernst. Ich dokumentiere meine Lehrveranstaltungen durch Stundenkonzepte und reflexive Texte und arbeite die Rückmeldungen der Studierenden ein, so dass auch sich wiederholende Lehrveranstaltungen sich kontinuierlich weiter entwickeln. Sehr wichtig für die Weiterentwicklung meiner Lehrkonzepte ist mir der regelmäßige kollegiale Austausch in meinen Arbeitskreisen zur Schreib- und Hochschuldidaktik. Gerne nutze ich deshalb auch Gelegenheiten für Teamteaching.

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Blended Learning

Seit vielen Jahren arbeite ich mit Blended-Learning-Konzepten, bei denen die Studierenden einen Teil ihrer Aufgaben mit Hilfe von E-Learning-Plattformen bearbeiten. Praktisch erprobt habe ich dafür die Systeme Moodle, iversity, Mahara, Blackboard und OLAT.

Am liebsten arbeite ich in der Lehre derzeit mit Mahara, weil Mahara meiner Erfahrung nach gute Möglichkeiten bietet, den Austausch unter Studierenden auch über die Präsenzzeit hinaus zu fördern und ihnen die Möglichkeit gibt, ihre persönliche Lernumgebung selbst zu gestalten. Ich erstelle in der Regel eine Mahara-Gruppe als Seminargruppe. Hier finden die Studierenden Materialien, Handouts, weiterführende Links, Videos etc. sowie ein Forum für Ankündigungen und Austausch. Die Studierenden erstellen persönliche Ansichten (= Arbeitsportfolios), auf denen sie ihre Aufgaben und Reflexionen posten. Diese Ansichten werden für die Seminargruppe freigeschaltet und können von allen Seminargruppenmitgliedern kommentiert werden. Auf diese Weise bekommen die Studierenden Einblicke in die Lern- und Arbeitsprozesse der anderen und können auch jenseits des Seminarraums miteinander kommunizieren.

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