Präsentationsportfolio Peer Learning

Collaborative Learning

Schlagwörter: Collaborative Learning, cooperative learning, Kommunikation, Lehr-/Lernmenschen, Lehr-/Lernstrategien, literatur, quellen, Teamfähigkeit

Einleitung

'Lernen in Gruppen' ist Teil aller institutionell organisierten Lernprozesse wie Kindergarten, Schule und Universitäten. Dabei werden Lernende zusammengebracht und gleichzeitig bestimmte soziale, persönliche und inhaltlich-thematische Prozesse angeregt. Aber was ist „Collaborative Learning“ eigentlich?

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Was ist kollaboratives Lernen?

Das kollaborative Lernen ist ein neuerer Ansatz in der Didaktik, der sich weitreichend durchsetzt: „Elsewhere, everywhere, collaborative action increasingly pervades of our society“. Der Begriff kommt vom lateinischen "con" und "laborare" und bedeutet zusammen arbeiten. Deswegen findet das kollaborativer Lernen in Gruppen statt. Bei der Arbeit in der Gruppe geht es darum, gemeinsam ein Wissen zu erarbeiten oder ein Projekt zu realisieren.

Hinter dem kollaborativen Lernen steht die Idee des Sozialkonstruktivismus, der davon ausgeht, dass immer nur im sozialen Zusammenhang gelernt wird und nicht auf dem sprichwörtlichen Elfenbeinturm. So wendet sich der Ansatz gegen traditionelle Lehrformen wie z.B. den lehrerzentrierten Frontalunterricht. Das kollaborative Lernen fordert, dass alle am Prozess Beiteiligten im gleichen Maße für das gemeinsame Arbeiten und das Endergebnis verantwortlich ist.

Beim kollaborativen Lernen wird die Lehr-Lern-Situation ganzheitlich aufgefasst und eine Vielzahl von Faktoren berücksichtigt. Es geht vordergründig darum, alle am Lernprozess Teilhabenden (auch die Lehrenden!) gleichermaßen an der Zusammenarbeit zu beteiligen. Dabei sind Teamfähigkeit und Empathie Lernziel als auch Effekt. Zu den Lernfaktoren gehört beispielweise aber auch eine Raumgestaltung, die das kollaborative Lernen unterstützt (etwa der Aufbruch der traditionellen Raumaufteilung im Frontaluterricht).

Das Arbeiten nach diesem Ansatz muss allerdings erst erlernt werden.

Übung macht den die Meister!

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Teamwork ist kompliziert!

Was kann ich als Lehrmensch tun?

Wissen ist kein Gegenstand, den man kopieren oder weiterreichen könnte. Abstaktionen sind immer Abstraktionen von etwas. Konkretisiere die Abstraktion wieder so, dass die Lernmenschen sie in ihre Erfahrungswelt einbinden können!

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Was kann ich als Lernmensch tun?

Achte auf das Gruppenklima! Achte auf die einzelnen Anderen!

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Ziele

Allgemein gesprochen kann man die Ziele des collobrative learning wie folgt zusammenfassen: Die Autonomie des einzelnen Gruppenmitglieds soll gestärkt werden und dadurch die privaten Erfahrungen und Gefühle fruchtbar in den Gruppenprozess einbezogen werden. Durch das selbstständigere Lernen und das Nutzen von Interdependenzen sollen so produktive Gruppeneffekte generiert werden. Dabei steht der Erwerb von drei Kompetenzen im Mittelpunkt: gesteigertes Wissen über den untersuchten Gegenstand, Erhöhung der Selbstlernfähigkeiten und das Vermögen zu kritischen Reflexionen und Bewertungen.

„No productive, satisfing collaborative activity is miraculous. As Durkheim puts it, collaboration is unquestionably „a very rich activity […] periods of creation or renewal occur when men for various reasons are led into closer relationships are better maintained and the exchange of ideas most active“ 

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Was kann ich als Lehrmensch tun?

Gib den Lernmenschen Hilfestellung und Struktur als auch Freiraum im gemeinsamen Prozess!

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Was kann ich als Lernmensch tun?

Sprich von dir! Verwende Ich-Aussagen!

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Dieser Blog ist das Ergebnis kollaborativer Arbeit!

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Voraussetzungen für kollaboratives Lernen

Kollaboratives Lernen muss erlernt werden, dafür muss in Schulen und Universitäten Raum und Zeit geschaffen werden. 

Für erfolgreiches kollaboratives Lernen muss es eine externe Strukturierung geben (z.B. durch ein Gruppendrehbuch).

Die Aufgabe muss so gestaltet werden, dass sie interessant und motivierend ist und nur mit Hilfe jedes Gruppenmitglieds gelingen kann. 

Es müssen Anreize geschaffen werden, als Gruppe zusammenzuarbeiten.

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Was kann ich als Lehrmensch tun?

Gestalte den Seminarraum hierarchiefrei!

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Was kann ich als Lernmensch tun?

Reflektiere dein soziales Verhalten!

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http://pritzwalk.files.wordpress.com/2013/04/daumen-rauf-runter.jpg

 

 

Vorzüge

Risiken

Ausbau von Wissen und Fertigkeiten

„Crux of collaboration“ ständiger Konzentrationswechsel auf eigene Tätigkeit und Gruppenkommunikation

Stärken von pro-sozialem Verhalten

Strategien zum Warten entwickeln

Positives Selbstkonzept

Motivationsverlust bei Leistungsträgern

Fähigkeit zur Selbstregulation

Konkurrenz / Besserwissende

Kommunikations- und Teamfähigkeit

Soziale Dominanz/Submissivität

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Was kann ich als Lehrmensch tun?

Struktur ist wichtig! Greife auf Methoden zurück wie das Gruppendrehbuch - damit sind Struktur und Freiraum gleichzeitig berücksichtigt!

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Was kann ich als Lernmensch tun?

Sei kollaborativ!

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Was kann ich als Lernmensch tun?

Lass dich auf die Gruppe ein und vermittle deine eigenen Bedürfnisse mit denen der gesamten Gruppe!

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Collaborative Learning Werbevideo

Kollaboratives Lernen an der College Preparatory School in Oakland, Kalifornien. Weitere Informationen unter http://www.edutopia.org/stw-collaborative-learning.

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Ein praktischer Anleitungsvorschlag

Beim Collaborative Learning gilt das Prinzip: "Kleingruppen sind effektiver als Großgruppen, denn der größte Lerneffekt wird im Dialog, durch den sogenannten "spiraling effect" erzielt":.

Die leitende Person hat dabei primär die Aufgabe, die Lerngemeinschaft zu organisieren.

Hier ein Beispiel, wie dies umzusetzen ist:

  1. Die leitende Person gibt einer Großgruppe z.B. ein Essay zu lesen und dazu einen Fragekatalog, den es zu beantworten gilt.
  2. Diejenigen, die eigenständig arbeiten und ausführlich antworten können, bilden eine Gruppe. Hier gibt es kein Bedarf für Instruktionen. Die leitende Person erfragt nur den Arbeitsstand, ermutigt und ist verfügbar für Fragen.
  3. Mit den anderen Teilnehmenden wird eine Diskussion über den Text geführt. Zunächst konkrete Fragen, dann weiterführende auf den Kontext bezogene und schließlich wird zur selbstständigen Diskussion angeregt. 
  4. Einige werden durch diesen Anstoß dazu befähigt, eigenständig weiterzuarbeiten.
  5. Die leitende Person arbeitet effektiv zusammen mit jenen, die am wenigsten Vorwissen und die größten Schwierigkeiten haben. 
  6. Entweder sie schließen sich später einer der anderen selbstständigen Gruppen an und werden von ihnen unterstützt oder sie führen Einzelaufgaben in Zusammenarbeit mit der leitenden Person durch.

Weitere positive Aspekte und Effekte: Learning by doing, Entwicklung eines kritischen Blicks. In gemeinsamen Gruppendiskussionen zu anstehenden Leistungsforderungen kann die Prüfungsangst genommen werden, möglicher Raum für individuelle Lern- und Forschungsarbeit (Guidance Research), begleitender Reflexions- und Evaluationsprozess (für die Einzelnen, die Klein- und Großgruppe, sowie die leitende Person)

Alles in allem ist Collobarative Learning eine Chance aber auch eine Herausforderung.

 

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Was kann ich als Lehrmensch tun?

Mach die Methode des kollaborativen Lernens explizit!

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Was kann ich als Lernmensch tun?

Übernehme Verantwortung für deine Teilhabe und den gesamten Gruppenprozess!

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Was kann ich als Lehrmensch tun?

Gib die Rolle im Frontalunterricht auf und sehe dich auf einer Ebene mit den Lernenden!

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Quellen und weiterführende Literatur

Bruffee, Kenneth A. (1973): Collaborative Learning: Some practical models. In: College English, Vol. 34, No 5, Feb. 1973.

Bruffee, Kenneth A. (1978): The Brooklyn Plan: Attaining Intellectual Growth through Peer-Group-Tutoring. In: Liberal Education 64, Dez. 1978, S. 447-468.

Bruffee, Kenneth A. (1984): Collaborative Learning and the "Conversation of Mankind". In: College English, Vol. 46, No. 7 (Nov., 1984), S. 635-652. Online abrufbar unter: http://www.jstor.org/stable/376924

Gitterman, Alex (2008): Collaborative Learning and Teaching. In: Writing Center Journal; 2008, Vol. 28 Issue 2, S. 60-71

Huber, Günter L. (2006): Lernen in Gruppen/Kooperatives Lernen. In: Mandl, Heinz/Friedrich, Helmut Felix (Hrsg.): Handbuch Lernstrategien. Göttingen et al.: Hogrefe Verlag, S. 261-272.

Mason, Edwin (Hrsg.): Essays on Sociology, in: Collaborative Learning (1927),New York: Agarthon Press, S. 26.

Renkl, Alexander/Mandl, Heinz: Kooperatives Lernen (1995): Die Frage nach dem Notwendigen und dem Ersetzbaren. In: Unterrichtswissenschaft 23 (1995) 4, S. 292-300.

http://web.fhnw.ch/plattformen/learningspace/dozierende/docs/kollaboratives-lernen

http://agilelearn.wikispaces.com/Kollaboratives+Lernen

http://www.medien-in-die-schule.de/docs/Werkzeugkasten.pdf

 

Bildquellen:

Löwen

Löwen2

Erdmännchen

Erdmännchen2

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Kommentare

Luka Varrelmann
14. April 2014, 10:25

Hallo,

ich finde eure Ansicht gut. Sie erscheint mir als ein einziges Zitat der 90er, was ich sehr erheiternd finde. Sie wirkt etwas konfus, aber sobald man sie verstanden hat, macht sie sehr viel Sinn und ist ein Informationsquell. Mir gefällt der Kontrast zwischen locker und ernst, der die Seite interessant rahm. Ob jetzt orange und pink eine harmonische Kombination ist, sei mal dahingestellt, auf jeden Fall erregt sie den Blick des Betrachters.

Man muss aber auch sagen, dass der Betrachter ein gewisses Level an Motivation mitbringen muss, um sich die Seite komplett einzuverleiben. Für jemanden, der sich schnell und knapp informieren möchte, ist sie vielleicht nicht so gut geeignet.

Insgesamt sehe ich die Seite als einen sehr gelungenen Weg, um in das Konzept des CL einzuführen.

Vanessa Kasprick
14. April 2014, 14:07

Eure Seite ist sehr bunt und z.T. witzig gestaltet. Die Bilder lockern die Seite auf bringen aber auch etwas "nicht so ganz ernst gemeintes" mit hinein. Liest man sich den Text durch, kann man sagen, dass er sehr informativ ist und eigentlich alles beinhaltet, was man sich unter dem Thema so vorstellt. Es scheint als hattet ihr viel Spaß beim erstellen des Portfolios.

Christiane Mundt
14. April 2014, 20:33

Hallo ihr Kollaborativist_innen! Ich kann beim ansehen der Seite euer Herzblut spüren, das hier miteingeflossen ist. Lernen und Lehren soll Spaß machen - das kommt rüber. Die praktischen Tipps in orange/pink sind kleine Pfeiler im Text, die sich bei der Schnellsuche sofort finden lassen. Allerdings muss ich auch einem Vorkommentator zustimmen, es ist evtl. ein wenig fordernd, sich alles auf einmal anzusehen und mir persönlich fiel es schwer mich zu entscheiden, wo ich anfangen soll. Dafür entdeckt man immer wieder etwas Neues! Herlichst, ein Peermensch!

Nicola Meyer
15. April 2014, 18:08

Liebe Gruppe 3,

eure Seite ist von allen die kreativste und dieser leichte Zugang zu einem wissenschaftlichen Thema gefällt mir sehr gut. Für mich ist die Seite jedoch etwas zu bunt geraten, die Farbkombi hat mich leider immer wieder abgelenkt. Ich denke jedoch, dass ihr das Prinzip des Collaborative Learning gut rübergebracht habt und man merkt, dass diese Seite ein 1a Beispiel für Teamwork ist!

Tuba Kacar
15. April 2014, 21:09

Man sieht sofort, dass die Seite sehr mühevoll aufgebaut wurde und dafür gibt es auch ein dickes Lob. Leider leidet die Übersichtlichkeit darunter. Die Tierbilder finde ich überflüssig. Ein einzelnes lustiges Bild hätte ausgereicht. Ich finde, die lustigen Bilder überlagern die wichtigen Sachen wie beispielsweise die Tabelle. Auch die Texte sind deswegen nicht im Vordergrund, obwohl sie die Informationen beinhalten.

Ausdrücklich loben will ich die gute Idee mit "Dieser Blog ist das Ergebniskollaborativer Arbeit!". 

Ann-Christin Mathiesen
18. April 2014, 16:15

Hallo,

ihr habt eine wirklich sehr interessante, bunte, mit witzigen Fotos und Videos ausgstattete Seite erstellt. Das Prinzip des Colaborative Learnings habt ihr meiner Meinung nach gut und einfach verständlich beschrieben. Ein Lob meinerseits.

Lea Schneider
19. April 2014, 20:09

Ich finde eure Idee, von Lehr- und Lernmenschen zu sprechen, richtig gut! Eine total angenehme Version von inklusiver Sprache und konsequent durchgesetzt. Die Texte sind informativ und gleichzeitig nicht zu lang, sodass man sie alle gut durchlesen kann, ohne überfordert zu werden. Ich finde es auch sehr gut, dass ihr ein praktisches Beispiel eingebaut habt - das hätte vielleicht sogar noch konkreter sein können, hat mir aber beim Verständnis sehr geholfen und die Vorteile des Collaborative Learning sind auch sehr intuitiv erklärt. Die Tierbilder und die bunte Schrift finde ich witzig, hätte sie aber etwas sparsamer eingesetzt, damit die Seite insgesamt etwas übersichtlicher wird und ich nicht so viel scrollen muss, um weitere Informationen zu finden. Vielleicht wäre ein Bild als Aufmacher gut und dafür der Info-Text etwas größer.

Franziska Merkel
19. April 2014, 22:51

Auch wenn man sich auf den ersten Blick von eurer Seite ein kleines bisschen erschlagen fühlt, ist es auf den zweiten Blick ein sehr interessantes, lustiges und sehr abwechslungsreiches Erschlagen-werden ;-) Ich finde eure Bilder richtig toll. Sie lockern eure ohnehin schon lockere Seite noch mehr auf und es macht mir dadurch wirklich Spaß von Thema zu Thema und von Bild zu Bild zu springen und ganz nebenbei etwas über kollaboratives Lernen zu erfahren!

Maike Timmermann
20. April 2014, 20:11

Hey ! Eure Seite mach wirklich Spaß und gibt verschiedenen Leser*innen und Lerner*innen die Möglichkeit auf ihre eigene Weise einen Zugang zu dem Thema zu bekommen. Es ist ganz spannend, sich entweder berieseln zu lassen oder bei noch mehr Interesse dann doch in die Texte einzusteigen! Klar, wenn man Struktur und Übersichtlichkeit sucht, ist man hier nicht so gut aufgehoben, aber das war ja schließlich auch nicht das Ziel.

Ich mag's außerdem noch, dass ihr die Lesenden direkt ansprecht! Meinem Eindruck nach bleiben dann die "How to be Lehrmensch und Lernmensch"-Tipps besser hängen.

Simon F.
21. April 2014, 13:33

Liebe Kolleg_innen vom Kollaborativen Lernen, eure visuelle Umsetzung hat ja schon im Seminar Entrüstung hervorgerufen. Die finde ich unangebracht. Sicher, die Übersichtlichkeit ist nicht immer gegeben, aber wenn mensch mal überlegt, dass da mehr als nur 90er-Fimmel am Start war und die lustige, (nur) auf den ersten Blick fragmentarische Zusammensetzung irgendwie perfekt zu der Praxis-Orientierung eures Textes passt, dann macht das Ganze auch Sinn. Also: Falls ihr noch einmal in die Verlegenheit kommt, so eine Seite umzusetzen, dann mehr Fläche nutzen und lockere Umrandungen setzen (falls das Programm das hergibt) und ansonsten alles genauso nochmal machen!

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