Erfolgsteams

Schlagwörter: Austausch, Begleitung, Ehrlichkeit, Fokussierung, Individuelle Ziele, Unterstützung

 

 

Für sich allein genommen ist der Mensch unvollkommen angelegt; erst durch die intensive Interaktion mit anderen vermag er vielleicht etwas wie Ganzheit erwerben.

(C. Argyris, 1990)

(Details)
(Details)

Der praktischte und befriedigendste Weg, um etwas zu vollbringen, ist auch heute noch der gemeinschaftliche Weg.

(Barbara Sher, Wishcraft, S.181)

(Details)

Ein Erfolgsteam ist...

 
 
...eine Gruppe von Menschen, die sich gegenseitig unterstützen bei der Erreichung individueller Ziele in einem überschaubaren Zeitraum.

Ein Erfolgsteam ist eine Arbeitsgruppe. Alle Teammitglieder haben ein individuelles Ziel. Gemeinsame Ziele kann mann verfolgen, solange jeder die "persönliche Sinnebene" erreichen kann (Bohl, 2003: S.15.). Jedes Mitglied ist für sein eigenes Ziel verantwortlich.  Alle Mitglieder unterstützen sich gegenseitig.

"Ein Erfolgsteam ist ein innovatives soziales Instrument." (Katrin Bohl, 2003: 7)

Ziele, die mit Hilfe eines Erfolgsteams verfolgt werden, sind meist persönlicher oder beruflicher Natur sein.

"Bei den derzeit bestehenden Teams arbeiten etwa 90% der Teilnehmer an einem beruflichen Ziel.” (U.Bergmann (1998) in Bohl, 2003: S. 18)

Aber auch Themen wie Familienplanung werden können in Erfolgsteams in Form konkreter Ziele bearbeitet werden.

(Details)

Ursprung

 

Die Idee der Erfolgsteams geht auf Barbara Sher zurück, Autorin des Buches "Wishcraft."

(Details)
(Details)

                            Barbara Sher               

(Details)

Unterschiede zu anderen Gruppenformen

 

  • Individuelle Ziele stehen im Vordergrund.

  • Es gibt keine feste Leitung (bzw. Leitung wechselt).

  • Teams sind lösungs- und zielorientiert.

  • Gruppen sind wie "Katalysatoren", können antreiben und als Auffang-becken dienen.

  • Jeder ist jedem Vorbild und unterstützt die/den anderen.

 

Weitere Erläuterungen:

Kathrin Bohl. Erfolgsteams: ein möglicher Weg aus der Individualisierungsfalle? Masterarbeit an der Univiersität Kassel, 2003 (S.1).

Barbara Breske. Ziele erreichen im Erfolgsteam. www.barbara-breske.de (S.3).

(Details)

Interview mit Barbara Sher und Dr. Gudrun Schwarzer

(Details)

 

“I believe we each have a genius inside us, our Original Vision, and we’ve had it since birth. Our culture tends to discourage that vision, but it remains within us, waiting to be fulfilled. I’ve devoted the last 40 years of my life to saving that Genius, not from its imperfections or a bad self image, but from Isolation and Inner Resistance.”

   Barbara Sher

(Details)

 "I know what I’m doing here: I’m here to get you to remember what you love, and to find practical ways for you to do it. How do I know what I’m doing here? Well, I’ve figured out what drive really is, and where it comes from, and how unique it is to each one of us. And I’ve seen over and over how it always answers that age-old question: What am I supposed to be doing on this planet? What will really satisfy and continue to interest me?"

Barbara Sher  

(Details)

Wie ein Erfolgsteam arbeitet

Rahmenbedingungen

 

Gruppenstruktur: demokratisch   (vgl. Bohl, S. 44)           

Teamgröße: 4-6 Personen

Ort: (vgl. Breske, S. 6)

  • gute Arbeitsatmosphäre
  • störungsfreie Zone

  • Arbeitsutensilien sollten parat stehen.

  • Arbeitsplatz sollte aufgeräumt sein.

Dauer und Häufigkeit der Teamarbeit: (vgl. Erläuterung der Methode der Erfolgsteams)

  • insgesamt nicht länger als 1/2 Jahr: Ziel muss erreichbar sein (vgl. Breske, S. 4)
  • Gruppentreffen:  ca 2 – 2,5 h
  • regelmäßige Treffen: spätestens alle 3 Wochen

 

(Details)

Ablauf einer Sitzung

 

Der Ablauf der Sitzungen findet in 3 Runden statt und folgt einem striktem Zeitplan. (vgl. Breske, S.5)

Runde 1: Informationsbericht über den aktuellen Stand (5 min/Mitglied)

  • Was wurde bisher erreicht?

Runde 2: Unterstützungsphase (20 min/Mitglied)

  • Wo lagen meine Blockaden?

  • Wo benötige ich Hilfe?

Runde 3: Zielsetzung bis zum nächsten Treffen (2 min/Mitglied)

  • Wie gehe ich weiter vor?

  • Was möchte ich bis dahin erreicht haben?

 

(Details)

Formen

 

  • Workshops in Seminarräumen

  • Teamtreffen "am Küchentisch"

  • Online–Teams

 

(Details)

Anliegen

 

  • Privates, Berufliches, Öffentliches

  • Berufsorientierung, Ausbildung, Karriere, berufliche Veränderung

  • Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung

  • Partnerschaft und Familie

 

(Details)

Visualisierung des Ziels – ein Beispiel

(Details)

Pinnwand mit Zielfotos, Plan und Post-Its 

 

(Details)

Wie das Erfolgsteam funktioniert

Hintergrund

  • Menschen sind soziale Wesen

  • Kraft der Gruppe nutzen

  • Aufräumen mit dem Individualisierungs–Mythos

 

Ziel und Sinn

  • große Träume verwirklichen

  • "unmögliche" Pläne verfolgen

  • Zweifel abbauen und überwinden

  • Perspektivenerweiterung für die eigenen Möglichkeiten

 

Art der Unterstützung des Teams

  • Peer–Tipps

  • Kontakte vermitteln
  • neue Ideen anstoßen

  • Bereicherung durch das Einbringen vielfältiger Erfahrungen, Denkstile und Problemlösungsstrategien
  • schnelles Aufgeben verhindert durch Peer pressure

  • "Befehl" zum Weitermachen in Krisensituationen (vorher verabredet!)

  • persönliche Entlastung durch zeitungleiche Belastung der einzelnen Gruppenmitglieder

 

(Details)

Umgang miteinander

 

Voraussetzungen für erfolgreiches Zusammenarbeiten (vgl. Bohl, S. 21)

  • Respekt

  • Vertrauen

  • Ehrlichkeit

  • Konzentration auf die eigenen Gefühle

  • Rückmeldung in konstruktiver Form

  • Offenheit

Kommunikation (vgl. Bohl, S.51)

  • Alle Mitglieder haben gleichberechtigt die Möglichkeit mit jedem anderen Mitglied zu kommunizieren.

  • Kommunikationsmodel: "Totale" nach Rosenstiel, 1993

  • Dieses demokratische Kommunikationsmodel ist der Schlüssel zu einer guten Atmosphäre in der Gruppe, in der Motivation und Zufriedenheit herrscht.

Äußerungen (vgl. Bohl, S. 51 f)

  • klar

  • deutlich

  • präzise

Feedback (vgl. Bohl, S.53)

 "Ohne Feedback ist kein Lernen möglich." (Cornelli 1985, S. 205, vgl. Bohl, S. 53)

  •  trägt zur Reflexion des Verhaltens des Feedback-Empfängers bei
  • verbessert die Verständigungsbereitschaft

  • dient als Kontroll-/Steuerungssystem

  • funktioniert als objektive Beratung und Unterstützung nicht als subjektive Rückmeldung zur emotionalen Verfassung

 

 

(Details)

Erfolgsteams für Selbständige

Laden ...

Marit Alke über Erfolgsteams für Selbständige

  

(Details)

Das individuelle Arbeiten zwischen den Treffen

 

      (Vgl. Breske, S. 10f)

  • Plan mit Zwischenzielen in machbaren Schritten erstellen und abarbeiten

  • Nichteinhaltung des Plans oder "Misserfolge" würdigen, aber sich nicht dafür schlecht fühlen

  • Erfolge würdigen und dem Team sofort per Email mitteilen

  • Pinnwand gestalten und gut sichtbar aufhängen

  • Ziel-Fotos als Motivation

  • Erfolgsplan

  • Post-Its mit aufmunternden und anspornenden Sprüchen

  • jeden Tag mind. 1x auf sein Ziel schauen

  • Notizbuch stets dabei zum Notieren spontaner Einfälle

  • Tagebuch führen über den Weg zum Ziel: über Erfolge, Hindernisse und Rückschläge 

 

 

 

 

  

  

(Details)

Warum das Erfolgsteam funktioniert

Gründe für erfolgreiches Gelingen

  • hohe Eigenmotivitaion der Peers

  • gegenseitige Wertschätzung:

         Individuelle Stärken und Fähigkeiten

         Erfahrungen und Strategien

         Ziele

  • daraus erwachsen

         gegenseitiges Vertrauen und echte Anteilnahme

         Mut, die eigenen Probleme zu äußern

         Wunsch, die anderen nicht zu enttäuschen

         gegenseitge Ansporn, sich nicht dem Versagen preiszugeben

 

Grundregeln

  •  Ehrlichkeit und Respekt
  •  Vertraulichkeit
  •  Konzentration auf die eigenen Gefühle und Selbstverantwortung
  •  Rückmeldungen in konstruktiver Form
  •  Verantwortung für das Klima und die Zusammenarbeit
  • Offenheit und konstruktiver Umgang mit Konflikten
  •  Definition der Erwartung der erbetenen Unterstützung“ (Bergmann 1998, S. 197)

 

(Details)

Beispiele

 

  • Familienplanung: Partner*in und Kinder

  • Beziehungsklärung mit Parter*in und/ oder Kindern

  • Berufsplanung: Einstieg, Karriere, einzelne Projekte: Bachelor-/ Masterarbeit, Dissertation

  • Frauen–Gruppen: ‘Neue Chancen nach der Lebensmitte,’ 'Hilfe zur Selbsthilfe,' 'Neuer Start ab 35,' Berufsorientierung: 'Wie plane ich meinen Berufsweg'

  • Wohnortswechsel

 

(Details)

Erfahrungen

Laden ...

Erfolgsteam–Nutzer*innen und -gestalter*innen berichten

(Details)

Literatur und andere Ressourcen

Ulrike Bergmann: http://www.die-mutmacherin.de/

Katrin Bohl: Erfolgsteams- Ein möglicher Weg aus der Individualisierungsfalle?, Magister-Arbeit im Fachbereich Erziehungswissenschaft, Universität Kassel, 2003.

Barbara Breske: Ziele erreichen im Erfolgsteam, http://www.barbara-breske.de/wp-content/uploads/2010/05/skript.pdf

Tania Konnerth auf "Zeit zu leben": http://www.zeitzuleben.de/2330-erfolgsteams-gemeinsam-ziele-umsetzen/ 

Barbara Sher's offizielle Homepage: http://www.barbarasher.com

Barbara Sher: http://wishcraft.com/

Barbara Sher auf Facebook: https://www.facebook.com/BarbaraSherAuthor?fref=ts

Erläuterung der Methode des Erfolgsteams: http://www.studium.uni-oldenburg.de/download/endspurt/erfolgsteams/Erlaeuterung_der_Methode_der_Erfolgsteams.pdf

Barbara Breske: www.barbara-breske.de

 

Bild- und Videonachweise:

Barbara Sher: http://barbarasclub.com/about/

Titelbild "Erfolgsteam": Silka Rödl

"Pinnwand": Silka Rödl

Interview mit Barbara Sher und Dr. Gudrun Schwarzer: https://www.youtube.com/watch?v=6vJJR6WbwKE&spfreload=10%20Message%3A%20JSON%20Parse%20error%3A%20Unexpected%20EOF%20(url%3A%20https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3D6vJJR6WbwKE)

Marit Alke über Erfolgsteams für Selbständige: https://www.youtube.com/watch?v=8jqsvF5XPjo&spfreload=10

Erfolgsteam–Nutzer*innen und –gestalter*innen berichten: https://www.youtube.com/watch?v=RoCWEXlpSG8

 

 

 

(Details)