Extern

Schlagwörter: Emotionale Rahmung, Externe Begleitung von Gruppen, Motivation, Motivationale Rahmung, Soziale Rahmung

Insbesondere bei Lerngruppen, beispielsweise im schulischen oder universitären Kontext, gibt es einen externen Begleiter. Dies ist meist die Lehrkraft, die auch den Arbeitsauftrag formuliert, es sind jedoch auch andere Formen denkbar. Z.B. können sich auch zwei Gruppen gegenseitig im Lernprozess begleiten, Erfahrungen austauschen und unterstützen.

Der externe Begleiter trägt einen Teil zum Gelingen des Lernprozesses in der Gruppenarbeit bei, indem er für eine soziale und emotional-motivationale Rahmung sorgt.

 

Soziale Rahmung

Beim Lernprozess soll soziale Interaktion stattfinden, die sinnvoll ist und für alle Beteiligte einen Mehrwert hat. Dabei sollen sich die Lernenden sozial eingebunden und für die Kooperation verantwortlich fühlen. Um dies zu erreichen, ist es wichtig geeignete Methoden auszuwählen.

 

Motivationale Rahmung

Bei der Planung einer Gruppenarbeit muss auch die motivationale Perspektive berücksichtigt werden. Dafür eignen sich die Empfehlungen des ARCS-Modells von Keller (1983). Auch hierbei ist die Wahl der geeigneten Methode entscheidend für ihren Erfolg.

 

Attention

 

Aufmerksamkeit wecken

Bspw. durch zusätzliche gruppenspezifische Betreuungsleistungen

Relevance

Relevanz der Lehrinhalte vermitteln

Bspw. durch Themen- und Auftragswahl

Confidence

Erfolgszuversicht

unterstützen

Bspw. durch Feedback oder tutorielle Unterstützung

Satisfaction

Zufriedenheit ermöglichen

Bspw. durch Unterstützung im Aufbau sozialer Beziehungen

 

Emotionale Rahmung

Mit der Motivation sind grundlegende Emotionen verknüpft, mit denen der externe Begleiter konfrontiert ist. Seine Aufgabe ist es ein emotional günstiges Klima zu schaffen, das gravierende emotionale Störungen generell unwahrscheinlich macht, aber auch emotionale Veränderungen im Prozess des Lernens aufzufangen und eventuelle emotionale Schwierigkeiten zu bewältigen.

Einen Überblick über Emotionen, die innerhalb eines Lernprozesses auftreten und diesen auch beeinflussen können, gibt das FEASP- Modell von Astleitner (2000).

Fear

Angst entsteht u.a. aus einem Mangel an Erfolgszuversicht und Kontrollverlust

Envy

Neid ist ein mögliches Resultat aus ungünstigen Feedback-Formen

Anger

Ärger entsteht aus Zwang oder wenn man am Erreichen eines Ziels gehindert wird

Sympathy

Sympathie ist oft eine Folge gelungener sozialer Interaktion

Pleasure

Freude entsteht häufig als Folge der Wertschätzung der eigenen Arbeit