"Takka Tukka!"

Schlagwörter: Kommunikation

Ein selbstverständlich wirkendes und doch nicht zu verachtendes Problem und Potenzial in interkulturellen Teams ist die Mehrsprachigkeit. Der Umgang damit stellt ein meist immer wieder auftretendes Problem dar.

lingua franca
Das Team sollte sich gleich am Anfang auf eine „gemeinsame Sprache“ oder „lingua franca“ im Umgang miteinander einigen (vgl. Otten, Scheurich, Mallmann). Falls das Team sich selber Regeln setzt, sollten diese unbedingt die Verpflichtung zu einer gemeinsamen Sprache beinhalten.

Codewort
Eine gute Möglichkeit, um sicher zu stellen, dass sich alle an die Regel der gemeinsamen Sprache halten und auch immer wieder daran erinnert werden, könnt ihr folgendes Spiel einsetzen:
Betritt eine Person den Raum oder kommt zu einem Gespräch hinzu, dass nicht in der vereinbarten Sprache stattfindet, sagt er oder sie sofort gut hörbar: Takkatukka!
Hierdurch werden die anderen auf die neu hinzu gekommene Person aufmerksam und müssen sofort das Gespräch in der vereinbarten Sprache fortsetzen.

Alle einbeziehen
Sprachbarrieren gehen über eine erschwerte Kommunikation hinaus. Selbst wenn eine gemeinsame Sprache verwendet wird, die die Gruppenmitglieder aber in unterschiedlichem Maße beherrschen, wird schnell ein Mitglied ausgeschlossen.
Andererseits kann es sein, dass dieses Mitglied sich zurück hält, da andere ihre Meinung schneller und komplexer äußern können. Hierbei muss also vermehrt darauf geachtet werden, alle mit ein zu beziehen.
Merkt ein Gruppenleiter, oder auch ein anderes Gruppenmitglied, dass sich eine Person, die der Sprache nicht so mächtig ist, stark zurück hält, sollte er oder sie einfach diese Person direkt ansprechen und nach ihrer Meinung fragen. Hierbei sollte darauf geachtet werden, auch an die Frage die Erklärung an zu fügen, warum er oder sie nachfragt, damit der Angesprochene dies nicht als Angriff oder Vorwurf versteht.