„Gemeinsam sind wir stark" - oder?

Schlagwörter: Alltagsrassismus, Diskriminierung, Gruppenarbeit, Gruppendiskriminierung, Peer Tutoring, Rassismus

Wer in und mit Gruppen arbeitet, wird schnell mit dem Umstand konfrontiert sein, dass es innerhalb der Gruppe Untergruppen gibt, die eine bestimmte Dynamik in die Gesamtgruppe bringen. Diese Gruppenbildungen und damit einhergehenden Dynamiken gilt es zu bemerken und zu verstehen, um produktiv mit und in einer Gruppe arbeiten zu können und diskriminierendes Verhalten innerhalb der Gesamtgruppe thematisieren und vermindern zu können. Dies ist auch für alle Peer Tutor_innen, die mit Gruppen arbeiten, eine wichtige Kompetenz.

Gruppenbildung ist so alt wie die Menschheit selbst. Menschen gehören sozialen Gruppen an, Nationen, Glaubensgemeinschaften, sie schließen sich zu Arbeitsgruppen zusammen, bilden Teams und Mannschaften – und je besser die Gruppenmitglieder dabei aufeinander abgestimmt sind, je mehr sie sich miteinander, dem gemeinsamen Wertesystem und mit der gemeinsamen Aufgabe identifizieren, desto zielorientierter können sie zusammen arbeiten und desto sinnstiftender wird die Zugehörigkeit zur Gruppe für die einzelnen Mitglieder. Zusammenhalt, Identifikation, ein „Wir“-Gefühl – sind das nicht die Pfeiler eines harmonischen gesellschaftlichen Zusammenlebens? Ist das nicht der Schlüssel zu Demokratie und Frieden?