Weiterführendes Material zu Alltagsrassismus

Für Einsteiger_innen in das Thema ist besonders das Buch von Noah Sow „Deutschland Schwarz Weiss“ zu empfehlen.20 Hier wird nicht nur der Begriff erklärt, sondern es geht auch auf individuelle Einstellungen und Gefühle, die im Alltag entstehen, ein.

Zudem gibt es einen kurzen Clip von 3sat zu dem HashTag „SchauHin“, bei dem Fälle von Alltagsrassismus getwittert werden.21

Der HashTag orientiert sich an der US Kampagne „I Too Am Harvard“22 und „Auch Ich Bin Deutschland“23.

In Bezug auf Alltagsrassismus wird immer wieder auf die Verwendung von rassistischen Wörtern und Bedeutungen verwiesen. Alltagsrassismus hat also auch etwas mit Sprache zu tun; selbige stammt teilweise noch aus der Kolonialzeit und trägt nach wie vor das damals gängige rassistische Weltbild in sich, welches die Kolonisierung und Ausbeutung unzähliger Länder und Menschen rechtfertigen sollte. Daher wurde auch das Lexikon "Wie Rassismus aus Wörtern spricht" von Susan Arndt und Nadja Ofuatey-Alazard herausgegeben, in dem vor allem rassistische Begriffe reflektiert, die Hintergründe erklärt und Alternativen aufgezeigt werden.24

Dass Rassismus und damit auch Alltagsrassismus in der (deutschen) Sprache auch in den Medien und der Literatur wirkt, wird in einem kurzen Ausschnitt der Veranstaltung "Wo beginnt Rassismus? Sprache in Medien und Literatur" der Heinrich Böll Stiftung, vom Projekt Netz gegen Nazis von der Amadeu-Antonio-Stiftung eingestellt, gezeigt.25

Zum Schluss sei noch auf eine kleine Literaturauswahl vom DGB zum Thema Rassismus und Sprache verwiesen.26