Geschichte

Collaborative Learning ist eine relativ neue Unterrichtsmethode, die sich erst langsam in den Klassenzimmern etabliert.

Der Begriff selber wurde in den 1950er und 1960er von einer Gruppe britischer Lehrer und eines Biologen geprägt. Insbesondere ist hier Edwin Mason als Bildungswissenschaftler zu benennen (Bruffee 1984: 4), der sich  zu dem Thema wie folgt äußerte:

"I cannot think of any part or moment of life in which we are not reacting to the presence of other people [...]."(Brufee 1984: 5)

Gerade in den 1960er Jahren entwickelten sich zunehmend soziale Lerngruppen im Bildungssbereich, die Collaborative Learning zunehmend umsetzten. Dies führte u.a. zu einer radikalen Veränderung der Konzeption von Lernen und Bildung (Bruffee 1984: 5)

Die Effekte von Lerngruppen im Sinne des Collaborative Learnings bestehen auch in einer positiven Veränderung von Einstellungen und Werten im Zusammenhang mit der Gruppenarbeit. (Bruffee 1984: 4 f.)

Diese Effekte müssen als weiterer Vorteil von Collaborative Learning bis heute noch (an)erkannt und sowohl im universitären und schulischen Bereich als auch darüber hinaus verstärkt umgesetzt werden.

Trotz der vielen Meilensteine auf dem Weg zum Collaborative Learning, gibt es bis heute noch Schwierigkeiten bei der gesellschaftlichen Anerkennung dieses Konzeptes. Die Leistungsgesellschaft, in der wir leben, will möglichst viel und besser "leisten", Fakten schaffen und schnelle Erfolge haben. All dies scheint nur durch ein individuelles Arbeiten, ohne "zeitraubende" Diskussionen im Team möglich.

Dass ihr auf dieser Website gelandet seid, ist ein erster Schritt in Richtung Zukunft im Sinne des "Wissen schaffens" durch Collaborative Learning.