Lehrreflexionen Seminar "Schreiben" /
10. Sitzung am 15.6.2016

Vorab: Es fällt mir schwer zu glauben, dass das Seminar schon zu Zweidritteln um ist! Plötzlich ging es doch sehr schnell.

Ich habe in dieser Sitzung zunächst um ein kurzes schriftliches Zwischenfeedback gebeten, dann eine kurze Rückschau auf die letzte Sitzung gemacht (die ja ohne mich lief) und dann die Lesetechnik besprochen. Anschließend wurde in Kleingruppen diskutiert zum aktuellen Text und dann im Plenum auch nochmal.

Das Zwischenfeedback wollte ich eigentlich schon früher machen, aber irgendwie war nie Zeit dafür. Ich habe beim Lesen der Rückmeldungen aber gemerkt, dass die Teilnehmenden ganz zufrieden sind und keine grundlegenden Änderungen wünschen, so dass es vielleicht nicht so schlimm ist, dass das erst jetzt kommt. Die Rückmeldungen bestätigen meine Eindrücke: Das wöchentliche Pensum ist vergleichsweise hoch und intensiv. Allerdings schreiben die meisten, dass sie den Sinn sehen und viel gelernt haben. Geschätzt wird der gute Austausch im Seminar, die praktische Anwendung und von vielen wird auch die gute Atmosphäre erwähnt. Zu den Gruppendiskussionen gab es die Rückmeldung, dass diese manchmal nicht ganz so fokussiert waren und eine TN hat gar nicht verstanden, warum wir nicht gleich im Plenum diskutieren. Für die nächsten Wochen wird eine Zusammenfassung des bisher Gelernten, praktische Unterstützung bei der Umsetzung des Exposes und Bekanntgabe von Bewertungskriterien gewünscht. Das entspricht in allen drei Punkten genau dem, was ich vorhabe, so dass ich mich auf die nächsten Sitzungen freuen kann.

Den Austausch zu den Lesetechniken hatte ich dieses Mal mit einem Stimmungsbild per Daumen abgeschlossen (Daumen hoch, runter oder neutral) und jeweils eine Vertreterin der Meinung um ein kurzes Statement gebeten. Die Methode hat gut funktioniert.

Die Diskussion über die letzte Sitzung (die gut angekommen ist) hat etwas länger gedauert als geplant. Bei der Gruppenarbeit hatte ich dann den Eindruck, dass ich zu lange dafür eingeplant hatte (30 Minuten) und wir eher wieder ins Plenum hätten gehen sollen. Das nehme ich mit und werde beim nächsten Mal anders gewichten. Es ist interessant, dass die Seminargruppe anscheinend jetzt so weit ist, dass auch im Plenum gerne und viel diskutiert wird. Das war ja lange Zeit nicht so. Daher ist es logisch, den Anteil an Gruppenarbeit zurückzufahren.

Kommentare

Maren Goll
09. Juli 2016, 17:10

Liebe Katrin,

leider habe ich es letzte Woche versäumt, dir ein Feedback zu schreiben und hole dies an dieser Stelle nun nach...

Aber vorneweg noch: Auch von mir natürlich HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zu eurem Preis! Super!

Zu deinem Bericht: Ich finde es spannend, wie du deine Zwischenevaluation angegangen bist. Ich habe davor immer ein bisschen Respekt, was, wenn eine komplette Änderung gewünscht wird? Schmeißt man dann seinen gesamten Plan um? Oder muss sich rechtfertigen? Aber wahrscheinlich kommt es wohl nur in Ausnahmefällen zu so drastischen Fällen, denn in der Regel kennt man seine TN ja ganz gut und hat auch ein gewisses Gespür zu dem bisher Geschehenen.. Also, sehr gut, dass deine TN eigentlich nur dein Gefühl und die damit verbundenen Planungsvorhaben bestätigt haben.

Liebe Grüße

Maren

1 Kommentar