Fühlst du schon oder denkst du noch?

Schlagwörter: Empathie

Empathie spielt eine große Rolle bei den interkulturellen Kompetenzen. Die Mitglieder eines interkulturellen Teams sollten sich nicht nur sprachlich, aber auch mental miteinander verstehen. Aus diesem Grund sollten sie Empathie schulen, um Denkweisen und Verhalten eines fremdkulturellen Kommunikationspartners besser zu verstehen. Es gibt ein paar Hinweise, wie man Empathie üben kann, um einen interkulturellen Erfolg zu erreichen.

  1. „Ein genauer Zuhörer lehnt sich nicht einfach passiv zurück, sondern bemüht sich, in aktiver Weise neue Informationen des Gegenübers wahrzunehmen und mit alten Informationen abzugleichen“ (ebd., S.56). Das bedeutet, dass er sich genau auf seinen Sprechpartner konzentrieren sollte, nicht nur zuhört oder „Ja, Ja“ sagt. Der Zuhörer sollte auch verständnisvoll sein, wenn sein Sprecher zum Beispiel Zeit zum Denken benötigt.
  2. „Auf nonverbales achten“: Eine Person sollte auch auf die Körpersprache aufpassen. In jeder Kultur kann eine Geste etwas anders bedeuten. Man muss sich in jemandes Lage versetzen, um sich bewusst zu werden, was er oder sie uns übermitteln will.
  3. „Spiegeln. Um einen guten Kontakt zu ihrem Kommunikationspartner aufzubauen, können Sie versuchen ihn zu spiegeln“ (ebd., S.56). Es handelt sich um das Spiegelbild von der Befindlichkeit einer anderen Person. Man kann das wie folgt machen: eine Person sitzt einer anderen „traurigen“ Person gegenüber und versucht die gleiche Stimmung und Gefühle zu empfinden.

Es gibt auch eine gute Übung, um mit Empathie die innere Haltung  eines Gegenübers zu erschließen. Die Aufgabe besteht darin, dass ihr einen kleinen Abschnitt aus einer Talkshow schaut - das Ganze aber ohne Ton. Dann müsst ihr drei Fragen beantworten:

  • Worum könnte es im Gespräch gehen?
  • Ist die Atmosphäre eher freundlich oder feindlich?
  • Welche Beziehungen bestehen zwischen den Gesprächspartnern? Ist das Gespräch durch Nähe oder Distanz geprägt?  

Abschließend kann gesagt werden, dass Empathie nötig ist, damit eine interkulturelle Gruppe richtig funktioniert. Ohne sie könnte ein Mensch nicht wissen, was eine andere Person fühlt. Diese Fähigkeit ist hilfreich beim Verstehen fremder Kulturen, also sehr wichtig bei den interkulturellen Kompetenzen.