Rollen in der Gruppe nach König Schattenhofer

Die Bildung unterschiedlicher Rollen in einer Gruppe ist eine Notwenigkeit, um eine Gruppe funktionierend und arbeitsfähig zu machen. Hierbei unterscheiden König und Schattenhofer zwischen der persönlichkeitspsychologischen Typologie und der psychologischen-gruppendynamischen Betrachtungsweise. Der individuelle Persönlichkeitstypus und die Rolle die der Einzelne in einer Gruppe einnimmt, dürften nicht in Verbindung gebracht werden (2007, 47). So wird eine Gruppe mit ihren Rollen in jeder Form der Konstellation neu zusammengesetzt und bietet Raum für eine Rollenverschiebung innerhalb der Gruppe. Nach König und Schattenhofer gibt es unterschiedliche, aufeinander bezogene Rollen, die durch ihre typischen und scharf abgegrenzten Verhaltensweisen und Ausdrucksformen ihren Platz in einer Gruppe einnehmen. Wie zum Beispiel:

die Harmoniestrebenden:

Beschützend, integrierend, ausgleichend, intervenieren vor der Eskalation

die beteiligten Beobachter:

aktive Passivität, Toleranz, hören zu, ruhender Pol, geringer Redeanteil, abwägende Gedanken

die Gute-Laune-Macher:

Lässigkeit, Offenheit, ironische und sarkastische Aussagen

Die Führenden:

Zurechtweisend, spontan (zuerst reden, dann denken), emotionale Power, verletzend-spitz hart am Limit, ehrgeizig, selbstbewusst, arrogant