1) Was sind Konflikte und wozu dienen sie?

Definition

Ein „Konflikt“ (lat. „confligere“ = zusammenstoßen) ist eine Spannungssituation, die dadurch entsteht, dass unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen (vgl. Spieß/Winterstein. 1999. S. 81).

Individuum vs. Gruppe

Man unterscheidet innere (intrapersonale) von sozialen (interpersonalen) Konflikten, also die innere Zerrissenheit (vgl. Schulz von Thun. S. 15) einer Person von Interessensgegensätzen innerhalb einer Gruppe (vgl. Spieß/Winterstein. 1999. S. 82).

Konflikte sind gut!

Konflikte sind wichtig für die Zusammenarbeit einer Gruppe. Sie können der Zielerreichung nutzen und „eine Quelle für bessere Problemlösung sein“ (Pichler/Rothmund/Schöch. 2006. S. 8), vorausgesetzt, sie werden offen und konstruktiv ausgetragen (vgl. ebd.).

Gefahr durch Groupthinking

Nicht nur ein zu hohes, sondern auch ein zu niedriges Konfliktpotenzial wirkt sich negativ auf die Zielerreichung der Gruppe aus. Verschmelzen nämlich die Meinungen der Einzelnen zu einer einzigen Gruppenmeinung, werden keine abweichenden Aspekte mehr zugelassen und es besteht die Gefahr irrationaler Entscheidungen (Groupthinking) (vgl. Pichler/ Rothmund/ Schöch. 2006. S. 7).

http://www.ralf-kollinger.de/wp/wp-content/uploads/2014/05/lemminge.jpgAbsolute Kooperation kann gefährlich werden