Praxisbeispiel

Gute Teamatmosphäre schaffen

Beim darauffolgenden Treffen fällt den anderen Gruppenmitgliedern im Gespräch auf, dass die Stimmung sehr geladen ist. Thomas reagiert insbesondere auf Vorschläge von Jana sehr genervt und man merkt ihm an, dass er gereizt ist. Ein Gruppenmitglied spricht ihn darauf an. Nach anfänglicher Zurückhaltung schildert Thomas dann doch sein Problem mit Jana. Die Gruppe reagiert verständnisvoll und beginnt ein Gespräch.

Konfliktart analyssieren

Während des Gesprächs wird klar, dass der Konflikt vor allem auf der Bewertungs- und Beurteilungsebene stattfindet. Thomas hat andere Zielvorstellungen als Jana (gute Note vs. nur bestehen) und möchte sein Ziel auf eine andere Art und Weise erreichen als sie (Fleiß vs. Beschränkung auf das Nötigste).

Konfliktstil reflektieren

Thomas erkennt, dass er den Konflikt eher defensiv ausgetragen hat und die schlechte Stimmung durch die Unterdrückung seiner Bedürfnisse zustande kam.Dabei entwickelte er eine Abneigung gegen Jana auch auf persönlicher Ebene.

Auf Sachebene bleiben und Interessen darlegen

Im geschützten Rahmen des Gruppengesprächs kann er ihr ruhig und sachlich mitteilen, wie wichtig ihm das gute Bestehen des Kurses ist. Jana wiederum erklärt ihm ihre Doppelbelastung, da sie Mutter eines Kindes ist und derzeit nur in Teilzeit studieren kann. So können beide Verständnis für die Situation des anderen entwickeln.

Schließlich einigen sich die beiden darauf, dass Jana leichtere Zuarbeiten erledigt, während Thomas sich um die Qualitätssicherung kümmert.