Gruppebezogene Menschenfeindlichkeit

Menschen gehören verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und Kategorien an, wobei ein Mensch stets gleichzeitig mehreren Kategorien angehört. Gängige Kategorien sind beispielsweise die ethnische Zugehörigkeit, das Geschlecht, die soziale Schicht und der ökonomische Status, der Grad der Bildung, der gesundheitliche Zustand, Behinderungen, das Alter und die sexuelle Orientierung. Auf der Grundlage dieser Unterschiede gibt es verschiedene Diskriminierungsformen wie etwa Rassismus, Sexismus, Klassismus, Homophobie usw.

Aber handelt es sich bei diesen Diskriminierungsformen um ganz unterschiedliche Phänomene, oder liegt ihnen allen die gleiche "Logik" zu Grunde? Diese Frage stellte sich ein Forscher_innen-Team des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld. Unter dem Begriff „Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF)“ untersuchten sie die Logiken der unterschiedlichen Diskriminierungsformen und kamen zu dem Schluss, dass Diskriminierungen zwar in unterschiedlichen Formen und auf verschiedenen Ebenen stattfinden, aber aufgrund der gleichen Ideologie entstehen. Diese gemeinsame Ideologie nennen sie die „Ideologie der Ungleichwertigkeit“.3

Für mehr Informationen zur Studie und der Theorie der GMF bietet sich die eigene Homepage des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld an.